Studienarbeiten

Ein sonnenstrahlender Tag, und 21 erwartungsvoll strahlende Logopäden-Profis: Der Kurs 15 der Berufsfachschule für Logopädie stellte seine Studienarbeiten vor. Und da ging es nicht nur um Spezialthemen wie Dysphagie, VUMST oder Dysgrammatismus. Vielmehr hatten etliche Teams nach konkreten Möglichkeiten gesucht, Patienten und ihre Angehörigen über logopädische Störungen aufzuklären und das Fach der Logopädie generell bekannter zu machen.

20 junge Frauen und ein männlicher Absolvent trugen die Ergebnisse wochenlangen Studiums vor. „Das bunte Programm spiegelt wider, wie viele Themen für ganz unterschiedliche Zielgruppen vom Kind bis zum alten Menschen die Logopädie bereithält“, betonte  Schulleiterin Corinna Lutz zur Begrüßung. Sie ermunterte die angehenden Logopäden-Fachkräfte: „Sie können stolz sein, das hier präsentieren zu dürfen“, denn in die Arbeiten hätten sie viel Zeit und Mühe investiert - neben den hohen Anforderungen im letzten Semester der Ausbildung. Die Vorträge zeichneten den manchmal mühevollen Weg von der ersten Recherche über Literaturstudium und persönliche Befragungen bis zum Ergebnis nach.

Ein Flyer über Schluckstörungen wurde ganz bewusst in Leichter Sprache erstellt, weil die Verfasserinnen recherchiert hatten, dass mehr als die Hälfte aller Patientinnen und Patienten die üblichen Gesundheitsinformationen gar nicht versteht. Die Doppelseite „Probleme beim Essen oder trinken?“ gibt klare Tipps und könnte sowohl in Krankenhäusern als auch Arztpraxen sofort ausgelegt werden.

Speziell für angehende Lehrerinnen und Lehrer entwickelten zwei junge Frauen eine 90minütige Informationsveranstaltung zum Umgang mit stotternden Schülern. Ausgangspunkt war die Aussage zahlreicher Stotterer, dass die Schulzeit für sie einen besonders belastenden Lebensabschnitt darstellt. Angaben in der Fachliteratur belegen, dass Lehrkräfte sich häufig über mangelnde Kenntnisse über den Umgang mit stotternden Schulkindern beklagen.

Um das spannende Berufsbild der Logopädie anschaulich darzustellen, ergänzte ein Team den theoretischen Vortrag im Rahmen eines Berufsinformationstags um einen praktischen Übungsteil, in dem Schülerinnen und Schüler selbst Inhalte aus dem Logopäden-Alltag ausprobieren konnten, zum Beispiel die Verständigung mit Gebärdensprache. Sie stellten fest, dass diese praxisnahen Übungen dazu beitrugen, das Interesse am Beruf  zu wecken.

Viel Praxisnähe bewiesen ein Materialheft für die Behandlung kindlicher Stimmstörungen und eine Bildmaterialsammlung zur Sprachtherapie bei Menschen mit Aphasie (Sprachstörung, häufig nach Schlaganfall).  Weitere Themen, in die sich die Absolventen eingearbeitet hatten: Therapie von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen, Diagnose von Sprechstörungen, die sich durch mangelhafte Aussprache zeigen, bessere Integration von Schulkindern mit Cochlea-Implantat (Hör-Prothese), Diagnostikmaterial für Erwachsene mit Lese-Rechtschreib-Störungen und die Lebensqualität von Angehörigen parkinsonerkrankter Menschen.

Mit viel Applaus bedachten Mitschülerinnen und Lehrkräfte die Präsentationen. Sie hatten gut zugehört, denn in den vorgestellten Ausarbeitungen lagen attraktive Themen als Anregungen und zur Nachverfolgung in weiteren Studienarbeiten. Dr. Thomas Wiesner, ärztliche Leiter der Logopädenschule,  freute sich über die selbstbewussten Vorträge: „Sie machen das sehr professionell – diese Darbietungen sind jedes Mal sehr beeindruckend!“

Sichtlich erleichtert nahmen alle ihre Urkunden entgegen. Mitte August beginnen die Prüfungen im Rahmen des Staatsexamens, und wenn alles nach Wunsch läuft, können bald 21 neue Logopädie-Experten ihr Berufsleben beginnen.

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